Hattest du am Anfang schon den gesamten Plot im Kopf?

Als ich angefangen hatte, war es eine ganz andere Geschichte. Zum Beispiel ging es um eine Abifahrt – es gab also einen ganzen Bus voller Abiturienten. Das hat für mich aber nicht funktioniert – ich wollte lieber mehr von diesen zwei wissen, die immer für sich blieben und mehr von der Legende. So habe ich dann Version für Version die Geschichte zusammengepuzzlet aus allen Dingen, die mir gut gefallen haben.
Wie ich auf die ursprüngliche Idee gekommen bin, habe ich ehrlich gesagt überhaupt keine Erinnerung mehr. Vermutlich ein kleiner Brocken, den ich in mein Notizbuch geschrieben habe. Und dann gesellte sich noch eine Idee dazu und noch eine …

Hattest du beim Schreiben Gedanken ans Aufgeben? Gab es Durststrecken?

Es gab viele Durststrecken: Da fiel mir das Schreiben schwer, nichts hat sich gut gelesen und ich hatte das Gefühl, dass irgendetwas nicht richtig ist. Da habe ich dann immer aufgehört und das Problem gesucht. Und wenn ich es – meist erst mit etwas Abstand – gefunden hatte, habe ich weitergemacht.
Irgendetwas an der Geschichte hat mich dann trotzdem immer zum Weitermachen gedrängt. Und dann macht mir Schreiben auch einfach Spaß! 🙂

Wie ist dir die Idee gekommen? Plötzlich oder allmählich?

Ganz super-sehr allmählich, würde ich fast sagen. Es gab keine einzige große Idee für „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ und das Schreiben hat lange gedauert, weil ich die Geschichte vorher nicht als ganzes Stück hatte, sondern nur kleine Fitzel, wie Puzzleteile. Das war zum Beispiel eine Stimmung, eine Beobachtung, zwei Zeilen Dialog, die ich dann zusammengeschnürt habe.

Wie war dein Schreibprozess?

Die Geschichte zu entwickeln, war ein langer Prozess. Ich habe immer wieder geschrieben, herausgepickt, neu angefangen und wieder geschrieben. Ganz am Anfang stand aber das Meer, das ich am liebsten wild und mit Kieselsteinen mag, an einem wolkenverhangenen Tag. Meine liebsten Strände waren immer die, wo ich fast alleine war.